Beichten. Fluchen. Weitermachen. Warum wir alle Geschichten haben, die wir lieber verschweigen
Es gibt Geschichten, die erzählt man beim ersten Kaffee. Geschichten über Ferien, Erfolge, Kinder, Beziehungen und all die Momente, bei denen das eigene Leben halbwegs vorzeigbar aussieht. Und dann gibt es die anderen Geschichten. Die, bei denen man zuerst prüft, wer noch im Raum sitzt. Die man höchstens der besten Freundin erzählt. Leise. Nach dem zweiten Glas Wein. Mit dem Satz: „Du darfst das aber wirklich niemandem sagen.“ Genau um diese Geschichten geht es in Fluchen. Beichten. Weitermachen. Fünfzehn Geschichten über Gedanken, Entscheidungen und Situationen, die Menschen erleben, aber selten laut aussprechen. Weil sie peinlich sind. Unbequem. Unvernünftig. Oder weil sie nicht zu dem Bild passen, das wir gerne von uns zeigen. Wir sind alle weniger anständig, als wir wirken Wir urteilen gerne über andere. Über ihre Beziehungen, ihre Fehltritte, ihre Entscheidungen und über all das, was wir selbst natürlich niemals tun würden. Zumindest nicht öffentlich. In Wahrheit tragen viele...