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Wenn du gehst, wird es still in mir

Heute ist wieder so einer dieser Tage, an denen ich dich so sehr vermisse, dass ich am liebsten heulen würde. Nicht, weil etwas passiert ist. Nicht, weil du kalt zu mir wärst. Nicht, weil zwischen uns etwas kaputt wäre. Im Gegenteil. Ich weiss, dass du bald Feierabend hast. Ich weiss, dass du so schnell wie möglich nach Hause kommen willst. Ich weiss, dass du mich liebst. Und trotzdem sitzt da dieses komische Gefühl in mir. Ich würde fast sagen, es ist Angst. Keine laute Angst. Keine, die schreit. Eher eine, die sich leise neben mich setzt, während ich am Computer sitze, schreibe, nach Stellen suche, versuche, den Verlag voranzubringen und irgendwie so zu tun, als hätte ich alles im Griff. Dabei habe ich heute gar nichts im Griff. Ich will dir schreiben. Lasse es wieder sein. Nehme das Handy in die Hand, lege es weg, nehme es wieder hoch. Es ist absurd, denn du bist nicht weg. Du bist nur arbeiten. Ein ganz normaler Tag. Ein ganz normales Leben. Und trotzdem fühlt es sich an, als wäre ...

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