Du wartest nicht auf ihn. Du wartest darauf, dass dein Leiden endlich Sinn ergibt.
Spoiler: Tut es nicht. Aber du kannst aufhören, ihm einen zu geben. Du suchst immer noch nach dem einen Moment. Dem Satz, den du hättest anders sagen müssen. Dem Zeichen, das du übersehen hast. Der Erklärung, die aus all dem Chaos endlich eine logische Geschichte macht. Weil es leichter ist, nach einem Grund zu suchen, als zu akzeptieren, dass du zu lange auf jemanden gewartet hast, der dir längst gezeigt hat, wer er ist. Und genau da wird Hoffnung gefährlich. Nicht weil Hoffnung grundsätzlich schlecht ist. Sondern weil sie uns manchmal länger an etwas festhält, als es Liebe je könnte. Dir fehlt nicht nur der Mensch Nach einer Trennung verschwindet nicht einfach eine Person. Es verschwinden Pläne. Routinen. Vorstellungen. Gemeinsame Wochenenden. Urlaube, die noch stattfinden sollten. Gespräche, die du im Kopf längst geführt hattest. Ein ganzes Stück Zukunft, das plötzlich nicht mehr existiert. Und dein Kopf hasst offene Enden. Also beginnt er zu verhandeln. War es wirklich so schlimm? ...