Warum wir an Menschen hängen, die uns längst kaputtgemacht haben
Es wäre schön, wenn Gefühle logisch wären. Wenn wir einfach gehen würden, sobald uns jemand schlecht behandelt. Wenn ein Mensch uns belügt, enttäuscht, hinhält oder immer wieder verletzt und wir irgendwann nüchtern feststellen könnten: Das reicht. Ich bin raus. So funktioniert es nur leider nicht. Manchmal wissen wir ganz genau, dass uns jemand nicht guttut und vermissen ihn trotzdem. Wir kennen jeden Grund, warum diese Beziehung vorbei sein musste. Wir erinnern uns an die Gespräche, nach denen wir völlig leer waren. An die Versprechen, die nichts wert waren. An dieses ewige Hoffen, dass es irgendwann anders wird. Und trotzdem erwischen wir uns dabei, wie wir aufs Handy schauen, alte Nachrichten lesen oder uns fragen, ob wir vielleicht doch zu schnell aufgegeben haben. Dabei ist oft nicht die Person das eigentliche Problem. Es ist die Hoffnung. Wir vermissen nicht unbedingt den Menschen, der tatsächlich vor uns stand. Wir vermissen die Version von ihm, die wir irgendwann in unserem Kop...