Alles unter einen Hut bringen klingt schön. Bis man selbst darunter zusammenbricht.
Seit ich wieder arbeite, versuche ich etwas, das wahrscheinlich sehr viele Menschen jeden Tag versuchen: alles unter einen Hut zu bringen. Den Job, den Haushalt, die Beziehung, die Erziehung, den Blog, meine Ratgeber, den Verlag und all das, was das Leben sonst noch ungefragt in den Alltag stellt. Auf dem Papier klingt das nach Organisation. In der Realität fühlt es sich manchmal eher an wie ein Zirkus, bei dem ständig jemand einen weiteren Ball in die Luft wirft und erwartet, dass keiner davon herunterfällt. Ich arbeite in verschiedenen Schichten. Je nachdem beginnt mein Tag so früh, dass andere noch nicht einmal daran denken, den Wecker zu stellen. An manchen Tagen muss ich bereits um vier Uhr morgens aufstehen. Das bedeutet automatisch, dass ich abends sehr früh ins Bett muss. Nicht weil ich besonders diszipliniert bin, sondern weil mein Körper irgendwann schlicht entscheidet, dass jetzt Schluss ist. Da bleibt nicht mehr viel Raum für lange Gespräche, spontane Ideen oder einen gemüt...