Sehen wir uns noch so wie am Anfang?

Ich habe in letzter Zeit viel darüber nachgedacht, wie wir uns als Paar wirklich sehen. Nicht nur in den schönen, leichten Momenten, sondern mitten im Alltag, zwischen Terminen, Müdigkeit, Routine, Erwartungen und all dem, was Beziehung eben auch ist.

Und mir ist immer deutlicher geworden, dass sich unser Blick aufeinander verändert hat. Nicht schlechter, aber anders. Ruhiger. Vertrauter. Manchmal vielleicht sogar ein Stück weit selbstverständlich.

Das hat mich nicht losgelassen. Ich habe mich gefragt, sehen wir uns eigentlich noch so, wie wir uns am Anfang gesehen haben? Oder haben wir uns so sehr aneinander gewöhnt, dass wir das Besondere im anderen nicht mehr klar erkennen?

Genau diese Frage habe ich in unserer neuen Folge mit Roli geteilt. Ganz ehrlich, ohne Beschönigung, ohne Maske. Ich habe ihm gesagt, dass ich manchmal das Gefühl habe, wir sehen uns heute anders als am Anfang. Nicht besser oder schlechter, einfach anders. Und ich wollte wissen, ob es ihm ähnlich geht.

Seine Antwort hat mich tief berührt, überrascht und gleichzeitig zum Nachdenken gebracht. Sie hat mir gezeigt, wie unterschiedlich wir manchmal fühlen, obwohl wir dieselbe Beziehung leben und denselben Alltag teilen.

Darum haben wir beschlossen, diesem Thema wirklich Raum zu geben. Wir haben uns gegenseitig Fragen gestellt, blockweise, ruhig und ehrlich. Erst ich ihm, dann er mir. Kein vorgefertigtes Skript, sondern ein echtes Gespräch zwischen uns beiden, mit allem, was dazugehört.

Ich habe ihn gefragt, was er früher an mir bewundert hat, was davon heute noch da ist und was vielleicht leiser geworden ist. Wir haben darüber gesprochen, ob er sich von mir gesehen oder eher kritisiert fühlt und was er sich wünschen würde, um sich wieder mehr bewundert zu fühlen.

Dann war ich an der Reihe. Roli wollte wissen, was ich am Anfang an ihm besonders fand, was ich heute noch bewundere und wann ich mich von ihm wirklich gesehen fühle. Das waren keine einfachen Fragen, aber sehr ehrliche.

Besonders intensiv wurde es, als wir über Bewunderung und Lust gesprochen haben. Denn wir haben gespürt, wie eng das miteinander verbunden ist. Wenn ich mich gesehen und geschätzt fühle, öffne ich mich anders. Wenn Roli spürt, dass ich ihn wirklich bewundere, ist er emotional präsenter und näher bei mir.

Am Ende haben wir uns jeweils eine letzte, klare Frage gestellt und die Antworten einfach stehen lassen. Ich habe ihn gefragt, was ich anders machen könnte, damit er sich wieder besonders fühlt. Und er hat mich gefragt, was er anders machen könnte, damit ich mich mehr gesehen fühle. Kein Rechtfertigen, kein Diskutieren, nur Zuhören.

Zum Schluss haben wir drei Gedanken geteilt, die uns beide begleiten.

Erstens, Bewunderung muss ausgesprochen werden. Man kann sie fühlen, aber Worte geben ihr Gewicht.

Zweitens, Liebe braucht Neugier. Wir dürfen einander nicht für selbstverständlich nehmen.

Und drittens, Wertschätzung zeigt sich im Alltag, in kleinen Momenten, in Aufmerksamkeit und ehrlichen Worten.

Am Ende unseres Gesprächs hat Roli etwas gesagt, das mich lange nachwirken ließ. Er hat daran erinnert, dass gute Liebe nicht nur aus Gefühlen besteht, sondern aus dem bewussten Blick aufeinander, aus Wertschätzung und aus echter Bewunderung.

Er beschreibt sehr ehrlich, was passiert, wenn wir aufhören, uns wirklich zu sehen. Dann wird alles leiser. Die Nähe wird vorsichtiger, die Lust zarter und die Verbindung weniger lebendig.

Genau darüber sprechen wir ausführlich in unserer aktuellen Folge. Dort erzählt Roli noch viel persönlicher, wie er Bewunderung erlebt, was sie für ihn bedeutet und warum sie für ihn so entscheidend für Nähe und Lust ist.

Wenn dich das berührt oder nachdenklich macht, hör unbedingt rein. Du wirst uns sehr nah erleben, verletzlich, manchmal unterschiedlich und vor allem echt.

 Hör hier in die Folge:
Wenn Paare sich zu bewundern, was passiert mit Liebe und Lust?

Und vielleicht nimmst du danach selbst eine Frage mit in deinen Alltag.

Sehe ich meinen Partner heute noch bewusst, oder habe ich ihn leise aus den Augen verloren?

Gwen 

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