So entstehen keine Kinder. So entstehen Probleme.

Ein Text über Eltern, die keine Eltern sein wollen. Über Kinder, die nicht erzogen, sondern ruhiggestellt werden. Und über eine Gesellschaft, die sich wundert, warum alles aus dem Ruder läuft.

Es ist ein trauriger und erschreckender Anblick, was mir mein eigenes Gehirn da gerade versucht zu sagen. Ich sehe Kinder, die kaum alt genug sind, um richtig zu laufen, sitzen in Einkaufswagen oder Kinderwägen, mit einem Handy direkt vor der Fresse. Und diese Versagereltern chauffieren ihre ungezogenen Gören mit vollem Stolz durch die Gegend. Und während ich das sehe, versucht mein Kopf zu begreifen, wie so etwas heute als normal gilt.

Früher hiess Erziehung: Respekt, Anstand und Dankbarkeit. Heute übernehmen das Social Media und Bildschirme. Und das Schlimmste? Es ist die bewusste Entscheidung der Eltern, dass TikTok, YouTube oder Youp*** ihre Brut erzieht. Denn die heutigen Eltern wollen ja gar keine Eltern mehr sein. Sie wollen Nachwuchs haben, der keine Arbeit mehr macht, keine Fragen stellt oder gar mit ihnen spricht. Wie konnten Eltern früher nur so konsequent falsch erziehen?

Was viele Eltern offenbar nicht begreifen wollen, ist, dass fehlende Erziehung kein privates Problem ist. Sie bleibt nicht in den eigenen vier Wänden. Sie breitet sich aus. Wie eine Seuche. Disziplinlosigkeit, Unselbstständigkeit und Rotz sowie Kotz werden weitergetragen in Schulen, Betriebe, Beziehungen und letztlich in die gesamte Gesellschaft. Menschen, die nie gelernt haben, sich zu benehmen, Verantwortung zu übernehmen oder auch nur einen Frust auszuhalten, werden zu Erwachsenen, die genau das nicht können.

Kinder, die nie Grenzen erfahren haben, wachsen zu Erwachsenen heran, die jede Grenze als Zumutung empfinden. Kinder, denen alles abgenommen wurde, werden zu Menschen, die nichts alleine können. Und Kinder, die von Bildschirmen erzogen wurden, erwarten später von der Welt dieselbe permanente Unterhaltung, dieselbe Belohnung ohne Leistung.

Das ist kein Zufall. Das ist das direkte Ergebnis einer Generation von Eltern, die Verantwortung mit Bequemlichkeit verwechselt hat. Die nicht erzieht, sondern ruhigstellt. Die nicht begleitet, sondern abschiebt. Und die sich dann wundert, warum alles den Bach runtergeht.

Genau deshalb habe ich damals meinen Ratgeber geschrieben:
So erziehst auch du k(l)eine Arschlöcher heran.

Nicht als netten Tippgeber. Nicht als sanftes Coaching. Sondern als Notbremse. Weil irgendjemand anfangen musste, die Dinge wieder beim Namen zu nennen.

Eltern schulden der restlichen Menschheit mehr als süsse Kinderfotos und stolze Instagram Posts. Übrigens bedankt sich jede Person mit pädokriminellen Neigungen für diese ach so harmlosen Bilder, die bedenkenlos ins Netz gestellt werden und dort für immer bleiben. Aber zurück zum Thema. Eltern schulden uns allen erzogene Menschen, egal wie klein oder wie alt sie sind. Und ja, das ist Arbeit. Anstrengende Arbeit. Unbequeme Arbeit. Genau die Arbeit, vor der heute so viele davonlaufen.

Erziehung heisst nicht, ein Kind ruhigzustellen. Erziehung heisst, selbst präsent zu sein. Verantwortung zu übernehmen. Grenzen zu setzen. Vorbild zu sein. Und den Mut zu haben, nicht gemocht zu werden, damit aus Kindern später Menschen werden, mit denen man leben kann.

Wenn dieser Text Eltern wütend macht, dann trifft er genau die Richtigen! Denn wer sich angesprochen fühlt, weiss tief drin ganz genau, dass es stimmt.

Und jetzt hört auf, euch herauszureden.

Wenn ihr Kinder in die Welt setzt, dann tragt ihr Verantwortung. Nicht nur für euch. Nicht nur für euer Kind. Sondern für den Rest der Menschheit. Fehlende Erziehung ist kein Lifestyle. Sie ist ein Schaden, den andere ausbaden müssen.

Wenn ihr nicht wisst, wie Erziehung geht, dann lernt es wieder.
Wenn ihr glaubt, ein Handy ersetzt euch, dann irrt ihr euch gewaltig.
Und wenn euch dieser Text triggert, dann solltet ihr ihn ernst nehmen.

Ihr wolltet das Fahrrad haben.
Also sollt ihr jetzt auch trampen.

Und wenn du jetzt immer noch meinst, das gehe dich nichts an, dann irrst du dich.

Der Ratgeber So erziehst auch du k(l)eine Arschlöcher heran ist keine Empfehlung.
Er ist eine Entscheidung.

Eine Entscheidung, Verantwortung zu übernehmen, statt sie abzugeben.
Eine Entscheidung, sich mit Erziehung auseinanderzusetzen, statt Kinder ruhigzustellen.
Eine Entscheidung, Teil der Lösung zu sein und nicht länger Teil des Problems.

Kauf ihn. Lies ihn. Setz ihn um.

Nicht, weil es bequem ist.
Sondern weil genau das dein verdammter Job ist.

Vielen Dank fürs Lesen. Verantwortung und Anstand erkennt man daran, dass man bis zum Ende bleibt.



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