Beichten. Fluchen. Weitermachen. Warum wir alle Geschichten haben, die wir lieber verschweigen
Und dann gibt es die anderen Geschichten.
Die, bei denen man zuerst prüft, wer noch im Raum sitzt. Die man höchstens der besten Freundin erzählt. Leise. Nach dem zweiten Glas Wein. Mit dem Satz: „Du darfst das aber wirklich niemandem sagen.“
Genau um diese Geschichten geht es in Fluchen. Beichten. Weitermachen.
Fünfzehn Geschichten über Gedanken, Entscheidungen und Situationen, die Menschen erleben, aber selten laut aussprechen. Weil sie peinlich sind. Unbequem. Unvernünftig. Oder weil sie nicht zu dem Bild passen, das wir gerne von uns zeigen.
Wir sind alle weniger anständig, als wir wirken
Wir urteilen gerne über andere. Über ihre Beziehungen, ihre Fehltritte, ihre Entscheidungen und über all das, was wir selbst natürlich niemals tun würden.
Zumindest nicht öffentlich.
In Wahrheit tragen viele Menschen Gedanken mit sich herum, für die sie sich schämen. Sie haben gelogen, obwohl sie Ehrlichkeit verlangen. Sie sind geblieben, obwohl sie längst gehen wollten. Sie haben jemanden verurteilt und später genau dasselbe getan. Sie haben sich nach etwas gesehnt, das moralisch fragwürdig, unvernünftig oder schlicht vollkommen daneben war.
Das macht sie nicht automatisch zu schlechten Menschen.
Es macht sie menschlich.
Manche Wahrheiten brauchen keinen Filter
Dieses Buch will niemanden erziehen. Es hebt auch nicht belehrend den Finger und erklärt, wie man sich korrekt zu verhalten hat.
Es erzählt Geschichten, die dort beginnen, wo das perfekte Bild aufhört.
Direkt. Ehrlich. Manchmal unangenehm. Manchmal absurd. Und vermutlich näher an der Realität, als manche zugeben möchten.
Denn während in den sozialen Medien weiterhin alle glücklich, verliebt, erfolgreich und innerlich vollkommen ausgeglichen wirken, sieht das echte Leben meistens anders aus.
Da wird geflucht.
Da wird gebeichtet.
Und danach muss es irgendwie weitergehen.
Für wen ist dieses Buch?
Für Menschen, die schwarzen Humor mögen.
Für alle, die nicht bei jeder unbequemen Wahrheit sofort empört das Fenster schliessen.
Für Leserinnen und Leser, die Geschichten lieben, bei denen sie gleichzeitig lachen, den Kopf schütteln und denken: „Verdammt. Das könnte mir auch passieren.“
Und natürlich für alle, die schon einmal etwas getan, gedacht oder erlebt haben, das sie garantiert nicht beim Familienessen erzählen würden.
Die entscheidende Frage lautet nicht, ob du Geheimnisse hast
Die Frage lautet nur, wie gut du sie versteckst.
Beichten. Fluchen. Weitermachen. enthält fünfzehn Geschichten, die du vielleicht niemals laut aussprechen würdest.
Lesen darfst du sie trotzdem.
Vielleicht erkennst du jemanden wieder.
Vielleicht sogar dich selbst.

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